Sie haben ein Laguiole-Taschenmesser made in France mit A.I.P.C.L.-Nummer?

Hier nachschlagen, wem es gehört und aus welcher Schmiede es stammt. Wenn Sie keine Nummer haben, wenden Sie sich an Ihren Händler oder an die Schmiede!

Aus der Prüfung  ·  von Justin Jernoiu  ·  20.09.2026  Hintergrund

Meine Kollektionen: Jedes Messer hat eine Geschichte

Warum Sie ab sofort aufschreiben können, woher Ihre Messer kommen, was Sie mit ihnen verbinden und welche zusammengehören. Und warum das weit über Laguiole hinausreicht.

Fragen Sie einen Sammler nach einem seiner Messer, und Sie bekommen selten eine Antwort über Stahl. Sie bekommen eine Geschichte. Den Urlaub in der Auvergne, in dem er die Werkstatt zufällig fand. Den Vater, der es ihm in die Hand gelegt hat, ohne viel dazu zu sagen. Die Versteigerung, bei der er einmal zu oft geboten hat und es bis heute nicht bereut.

Diese Geschichten sind es, die ein Messer vom Gegenstand zum Stück machen. Und sie waren bisher nirgends aufgeschrieben. Sie lebten im Kopf ihres Besitzers, wurden am Stammtisch erzählt, und wenn es schlecht lief, gingen sie mit ihm verloren. Das Messer blieb, die Geschichte nicht.

Genau das ändert sich jetzt.

Was ab sofort möglich ist

In Ihrem Bereich auf aipcl.com und im Kundenbereich auf original-laguiole.de finden Sie ab sofort zu jedem Ihrer Messer eine eigene Seite. Dort können Sie

Beides ist übrigens dieselbe Sache: Was Sie auf der einen Seite anlegen, steht auf der anderen sofort da. Sie müssen sich nicht merken, wo Sie angefangen haben.

Die Geschichte eines Messers

Ein Feld, ein Haken, mehr ist es nicht. Sie schreiben, was Sie erzählen würden, wenn jemand das Messer in die Hand nimmt und fragt: „Und das?"

Es muss nichts Literarisches sein. Drei Sätze reichen. Die schönsten Einträge, die wir bisher gesehen haben, sind die beiläufigen: der Preis, der nicht genannt wird, weil er nie die Hauptsache war. Der Name des Schmieds, der beim Kauf eine halbe Stunde erklärt hat, wie die Feder eingepasst wird. Das Datum, an dem das Messer zum ersten Mal wirklich gebraucht wurde.

Ein Messer ohne Geschichte ist ein Werkzeug. Ein Messer mit Geschichte ist ein Erbstück.

Ist die Geschichte freigegeben, erscheint sie auf der Seite des Echtheitszertifikats - also dort, wo ohnehin steht, aus welcher Schmiede das Messer stammt und wem es gehört hat. Herkunft und Erlebtes stehen dann beieinander, wo sie hingehören.

Kollektionen: Messer, die zusammengehören

Eine Kollektion ist eine Auswahl Ihrer Messer mit einem Namen, einer Einleitung und ein paar Zeilen zu jedem Stück. Was zusammengehört, bestimmen allein Sie. Wir haben in den ersten Tagen die unterschiedlichsten Zusammenstellungen gesehen, und keine davon hätten wir vorhergesagt:

Die letzte ist uns besonders im Gedächtnis geblieben. Sie ist nicht öffentlich. Sie ist ein Brief in Form einer Messersammlung.

Auch die Messer ohne Zertifikat

Nicht jedes Messer in einer Sammlung ist ein zertifiziertes Laguiole. Da ist das Taschenmesser des Großvaters, dessen Herkunft niemand mehr kennt. Das Fundstück vom Flohmarkt. Das Messer aus einer ganz anderen Tradition, das nur deshalb dabei ist, weil es einen an eine Reise erinnert.

Auch die können Sie aufnehmen, mit Foto, Herkunft und Text. Sie bleiben allerdings in Ihrem eigenen Bereich und erscheinen nirgends öffentlich, und das aus einem Grund, der uns wichtig ist: Die A.I.P.C.L. steht dafür ein, dass ein gezeigtes Messer wirklich aus der Schmiede stammt, deren Namen es trägt. Was wir nicht geprüft haben, stellen wir auch nicht ins Schaufenster. Für Sie ist es trotzdem da, vollständig, mit allem, was Sie dazu wissen.

Vier Schalter, und alle gehören Ihnen

Nichts von dem, was Sie schreiben, wird von selbst öffentlich. Es gibt vier getrennte Entscheidungen, und jede treffen Sie einzeln:

  1. Das Messer selbst. Soll es in der Galerie erscheinen?
  2. Die Geschichte. Soll der Text mit gezeigt werden, oder schreiben Sie ihn nur für sich?
  3. Jedes Foto. Einzeln, nicht alle zusammen.
  4. Die Kollektion. Privat, über einen geheimen Link weitergegeben, oder öffentlich in der Galerie.

Der mittlere Weg ist der, den die meisten wählen: ein Link, den nur bekommt, wem Sie ihn schicken. Der Familie, dem Sammlerkreis, einem ernsthaften Kaufinteressenten. Die Sammlung steht in keiner Suchmaschine, und Sie können den Link jederzeit zurückziehen - im selben Augenblick führt er ins Leere.

Was andere sehen, und was nie

Wer eine öffentliche Kollektion aufruft, sieht die Messer, die Bilder, Ihre Texte und den Namen, unter dem Sie erscheinen möchten. Über diesen Namen entscheiden Sie in Ihren persönlichen Daten: abgekürzt, wie Ihr Nickname in der Community, oder gar nicht.

Was niemand sieht, ist alles andere. Keine Anschrift, keine Rechnungsnummer, kein Kaufpreis, kein Kaufdatum auf den Tag genau. Eine offene Liste wertvoller Messer mit Preisen daneben wäre eine Einladung, und zwar keine schöne. Diese Angaben stehen deshalb nicht einmal dann in der Galerie, wenn Sie alles freigeben.

Und bevor etwas öffentlich steht, sehen wir es einmal an. Nicht, um in Texte hineinzuschreiben - das tun wir nicht -, sondern damit nichts erscheint, was jemandem schadet, auch nicht dem, der es geschrieben hat.

Reden, nicht nur zeigen

Eine öffentliche Kollektion kann kommentiert werden. Wer kommentiert, ist angemeldet und steht mit seinem Namen dahinter, und der Besitzer der Kollektion kann jeden Kommentar unter seinen Messern jederzeit selbst entfernen. Das ist bewusst so: Es ist Ihre Sammlung, und damit ist es Ihr Haus.

Wir haben lange überlegt, ob Kommentare erst geprüft werden sollen. Wir haben uns dagegen entschieden. Ein Gespräch, das erst am nächsten Tag ankommt, ist kein Gespräch mehr. Dafür gibt es an jedem Kommentar einen Meldeknopf, und wer meldet, bekommt eine Antwort von einem Menschen.

Warum das über Laguiole hinausgeht

Bei einem alten Gemälde nennt man es Provenienz: die lückenlose Kette, wer es wann besessen hat. Sie entscheidet über den Wert, manchmal mehr als das Bild selbst. Bei Messern gab es so etwas nie. Ein gebrauchtes Messer kam bisher ohne alles: ohne Nachweis, ohne Vorbesitzer, ohne eine Zeile darüber, was es erlebt hat.

Die A.I.P.C.L. hat mit dem Echtheitszertifikat die eine Hälfte davon geschlossen - die Herkunft. Mit den Kollektionen kommt die andere hinzu: das Leben des Stücks. Beides zusammen ergibt etwas, das es in der Messerwelt bisher nicht gab.

Man kann sich ausmalen, was daraus in zwanzig Jahren wird. Ein Messer wechselt den Besitzer, und mit ihm gehen nicht nur die Nummer und die Schmiede über, sondern auch das, was drei Menschen vor Ihnen dazu geschrieben haben. Wer sammelt, weiß, wie selten das ist - und wie viel es wert ist.

Dafür muss man kein Laguiole besitzen und auch kein großer Sammler sein. Es reicht ein Messer, das Ihnen etwas bedeutet.

So fangen Sie an

  1. Melden Sie sich mit Ihrem gewohnten Konto an, auf aipcl.com oder im Kundenbereich des Shops. Es ist dasselbe Konto.
  2. Öffnen Sie eines Ihrer Messer und schreiben Sie ein paar Zeilen dazu. Sie können den Text später jederzeit ändern.
  3. Laden Sie ein Foto hoch, wenn Sie mögen. Eines reicht, und Sie entscheiden, ob es jemand sieht.
  4. Legen Sie eine Kollektion an, geben Sie ihr einen Namen und nehmen Sie Ihre Messer hinein.
  5. Entscheiden Sie am Ende, wer sie sehen darf: nur Sie, nur wer den Link hat, oder alle.

Und dann sehen Sie sich an, was andere zusammengetragen haben: Private Kollektionen. Die Suche dort geht nach Schmiede und nach Messername - es lohnt sich, den Namen der eigenen Lieblingswerkstatt einzugeben.

Was wir daraus mitnehmen

Jedes Messer hat eine Geschichte, und bisher hatte sie keinen Ort. Auf aipcl.com können Sie ab sofort zu jedem Ihrer Messer aufschreiben, woher es kommt und was Sie damit verbinden, eigene Fotos zeigen und aus den Stücken, die für Sie zusammengehören, eine Kollektion machen - auch aus Messern ohne Zertifikat, die dann in Ihrem eigenen Bereich bleiben. Vier getrennte Schalter entscheiden, was privat bleibt, was über einen geheimen Link zu sehen ist und was öffentlich steht; Anschrift, Preise und Rechnungsnummern erscheinen in keinem Fall. Damit bekommt ein Messer zum ersten Mal beides: einen Nachweis, woher es stammt, und eine Erinnerung daran, was es erlebt hat.

← Zurück zu allen Fällen
Weiterlesen im Blog von original-laguiole.de
Dort schreiben Sammler und Kenner über ihre eigenen Messer: über die Patina nach Jahren, über das Schärfen, über Fundstücke und Restaurierungen. Zu den Beiträgen. Und wer selbst ein Laguiole besitzt, schreibt dort gerne mit.

Ihr Laguiole hat noch kein A.I.P.C.L.-Echtheitszertifikat?

Sie können es nachträglich eintragen lassen, ganz gleich, wo Sie das Messer gekauft haben. Wir prüfen anhand Ihrer Fotos, ob es wirklich aus einer französischen Schmiede stammt, ordnen es dieser Schmiede zu und tragen es unter einer eigenen Nummer ein. Danach hat Ihr Messer dieselbe Seite und dasselbe Dokument wie jedes bei uns gekaufte.

Die Prüfung kostet 10,00 Euro. Fällt sie negativ aus, erstatten wir den Betrag.

oder 15 CARMOS-Punkte von original-laguiole.de - was das ist, steht dort erklärt.